Sonntag, 10. August 2014

Frauen in Führungspositionen: Barclays Bank launcht neuen Index.

Während Deutschland immer noch die Frauenquote diskutiert und der Deutsche Corporate Governance Kodex lediglich einen nicht weiter bezifferten „angemessenen“ Frauenanteil fordert, launcht die Barclays Bank, Großbritanniens drittgrößtes Bankhaus, einen Index aus frauen(mit)geführten Unternehmen.

Ziel des Barclays Women in Leadership Total Return Index ist der Beweis dafür, dass Unternehmen mit weiblichen CEOs oder einem mindestens 25-prozentigem Frauenanteil im Vorstand besser performen als Unternehmen mit weniger Frauen in Führungspositionen. Diese These war durch eine Reihe von Studien aufgestellt worden – und soll nunmehr verifiziert werden. Zugleich will die Barclays Bank mit dem neuen Index Investoren anziehen, die an „sozial verantwortlichen” Engagements interessiert sind.

Im neuen Index gelistet sind 83 Unternehmen, darunter PepsiCo, Hewlett Packard, General Motors und IBM, jeweils mit weiblichen CEOs, sowie General Electric sowie Pfizer mit einem hohen Frauenanteil im Vorstand.

Barclays selbst zählt übrigens nur drei Frauen unter 14 Vorstandsmitgliedern. Bleibt zu hoffen, dass sich dieser niedrige Prozentsatz nicht auf die Leistungsfähigkeit der Bank auswirkt.

Quelle: IR Magazine

Donnerstag, 04. Juli 2013

Nachhaltigkeitsberichterstattung mit vereinfachten Richtlinien

Wer einmal an einem Nachhaltigkeitsbericht mitgearbeitet hat, weiß um die Komplexität dieses Themas. Die bisherigen GRI-Richtlinien erforderten eine umfassende Dokumentation aller möglichen umweltrelevanten Auswirkungen unternehmerischer Tätigkeit. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen waren damit oftmals überfordert oder scheuten den nicht unerheblichen Aufwand.

Im Mai 2013 wurden nun die neuen G4-Richtlinien veröffentlicht - mit dem Ziel, die bisherige Komplexität der CSR-Berichterstattung zu reduzieren und so auch für kleinere und mittelgroße Unternehmen umsetzbar zu gestalten. Fokus liegt jetzt weniger in der Breite der Berichterstattung als in der Wesentlichkeit:

Anstatt lange Indikatorenlisten abzuarbeiten sollen Unternehmen vor allem über die wichtigsten Auswirkungen ihrer unternehmerischen Tätigkeiten berichten. Zugleich müssen nur solche Leistungen gemessen und beschrieben werden, die für die nachhaltigere Entwicklung des berichtenden Unternehmens zentral sind. Nachhaltigkeitsberichte dürften damit einfacher in der Erstellung, prägnanter in ihrer Aussagekraft sowie leichter lesbar für die Stakeholder werden.

Die G4-Richtlinien samt Handbuch für die Implementation stehen auf der Seite der Global Reporting Initiative zum Download bereit.